Hitzewarnung, erhöhte Waldbrandgefahr und Unwetterwarnung für den Landkreis Starnberg

Für den Landkreis Starnberg ist im Zeitraum vom 26.06. bis 01.07.2026 von einer angespannten Lage durch Hitze, erhöhte Waldbrandgefahr und zeitweise Gewitter-/Unwettergefahr auszugehen.

 

Wetterlage und Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Am Freitag, den 26.06.2026, ist mit einer weiteren Zunahme der Hitze zu rechnen.

Am Samstag, 27.06.2026, bleibt die Wärmebelastung tagsüber weiterhin hoch bis extrem. Gegen Abend und in der Nacht zum Sonntag können erste schwere Gewitter auftreten.

Am Sonntag, 28.06.2026, ist erneut mit gebietsweise extremer Wärmebelastung zu rechnen. Im Tagesverlauf steigt die Wahrscheinlichkeit für teils schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr, die bis in die Nacht zum Montag anhalten können.

Für Montag und Dienstag, 29.06.2026 bis 30.06.2026, werden weiterhin kräftige, teils schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr erwartet, wobei das Gewitterrisiko im Verlauf sukzessive abnimmt. Für Mittwoch, 01.07.2026, ist nach der vorliegenden Wochenentwicklung mit einer Wetterberuhigungstendenz zu rechnen, allerdings bleibt die Lage wechselhaft.

 

Temperaturtabelle

Die folgende Übersicht enthält die aus den vorliegenden Wetterangaben ableitbaren Tageswerte für den Landkreis Starnberg; konkrete Nachtminima werden in den vorliegenden Quellen nur teilweise genannt und sind deshalb als Prognosebereiche formuliert.

 

Datum

Tagestemperatur

Nachttemperatur

26.06.2026

30 - 32 Grad

Ca. 18 - 20 Grad

27.06.2026

Ca. 32 Grad

Ca. 18 - 20 Grad

28.06.2026

29 - 31 Grad

Ca. 17 - 19 Grad

29.06.2026

28 - 31 Grad

Ca. 16 - 19 Grad

30.06.2026

27 - 30 Grad

Ca. 16 - 18 Grad

01.07.2026

26 - 29 Grad

Ca. 15 - 18 Grad

 

Aufgrund der obigen Daten lautet die aktuelle Gefahreneinschätzung für den Landkreis Starnberg für den genannten Zeitraum wie folgt:

  • hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr
  • anhaltende Hitzebelastung am Tag
  • geringe nächtliche Abkühlung
  • ab dem Wochenende lokal auftretende, teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und möglichem Hagel

Besonders betroffen sind:

  • lichte Waldlagen
  • sonnige Südhänge
  • stark frequentierte Ausflugsbereiche am See
  • tieferliegende Bereiche mit möglicher Überflutungsneigung bei Starkregen

Gefahrenlage

Die aktuelle Hauptgefahr liegt in der Kombination aus Hitze, Trockenheit und daraus folgender Waldbrandgefährdung. Offene Feuerstellen, Grillen im Wald, Wegwerfen glimmender Gegenstände und jede Form von Funkenbildung sind in dieser Lage besonders kritisch.

Mit Beginn der Gewitterphase ist zusätzlich mit Starkregen, Sturmböen, lokalem Hagel und Blitzschlag zu rechnen. Daraus können kurzfristige Einsätze durch umgestürzte Bäume, vollgelaufene Unterführungen, Verkehrsbehinderungen und punktuelle Schäden an Infrastruktur und Gebäuden entstehen.

 

Erwartete Gefahrenstufen

Für den Landkreis Starnberg ist im Warnzeitraum von folgenden Gefahrenstufen auszugehen:

 

Gefahrenbereich

 Erwartete Stufe

 Beschreibung

 Waldbrandgefahr

Stufe 4 (hoch), örtlich Stufe 5 (sehr hoch)

Hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr im DWD-Waldbrandgefahrenindex

 Hitzebelastung

Amtliche Hitzewarnung/ starke Wärmebelastung

Temperaturen über 30 °C, geringe nächtliche Abkühlung

Unwetter/Gewitter

Warnung vor lokalen schweren Gewittern

Starke Niederschläge, Sturmwinden, Blitze, möglicher Hagel

 

In weiten Teilen Bayerns gilt bereits die zweithöchste Waldbrandwarnstufe 4, für einzelne Regionen wurde sogar die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht.

 

Betroffene Gemeinden

Dies Einschätzung gilt für alle 14 Gemeinden des Landkreises bis einschließlich 01.07.2026.

 

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung

Bei Hitze:

Der Landkreis Starnberg gibt folgende konkrete Empfehlungen zum Schutz vor Hitze:

  • Körperliche Belastung vermeiden: körperliche Arbeiten und sportliche Aktivitäten auf die kühleren Morgenstunden (vor 11 Uhr) oder Abendstunden (nach 18 Uhr) verlegen 
  • Ausreichend trinken: Mindestens 2–3 Liter Wasser oder ungesüßte Tees täglich, ohne Durst zu spüren. Alkohol und koffeinhaltige Getränke vermeiden, da sie den Körper zusätzlich entwässern 
  • Kühl bleiben: Auf kühle Räume zurückziehen, Räume tagsüber abdunkeln und verschließen, nachts für Abluftkühlung öffnen 
  • richtig Lüften: Tagsüber Räume geschlossen halten, nachts öffnen für Kühlungsluft 
  • Kühle (Wasser) nutzen: kühle Bäder, Fußbäder, Wannenbäder oder Wasserspritzungen an Armen und Beinen helfen beim Abkühlen 
  • leichte Kleidung: Helle, luftige und lockere Kleidung aus natürlichen Stoffen (Leinen, Baumwolle) tragen, Kopfbedeckung und Sonnenbrille im Freien verwenden 
  • Sonnenschutz: Nicht in die pralle Sonne, Sonnenschutzmittel mit hoher Schutzfaktor (mindestens 30) verwenden 
  • Essen anpassen: Leichte, wasserreiche Speisen wie Obst, Gemüse, Salate bevorzugen, schwere und fettige Mahlzeiten vermeiden
  • Besondere Schutzgruppen: ältere Menschen, Kleinkinder, Säuglinge, chronisch Erkrankte im Außendienst benötigen besonderen Schutz – regelmäßig auf Hitze-Stress achten 
  • Niemals Personen in Fahrzeugen lassen: Kinder, Säuglinge und ältere Menschen niemals in abgestellten, geschlossenen Fahrzeugen lassen (auch nicht mit geöffneten Fenstern) – innerhalb von Minuten kann sich die Temperatur im Fahrzeug auf über 50 °C erhöhen. 
  • Schlafzimmer kühlen: nachts Lüften, tagsüber abdunkeln, reflektierende Folien vor Fenster verwenden 
  • Hitzeberatung: Bei Hitzebeschwerden (Kreislaufprobleme, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel) sofort kühle Orte suchen, Füße erhöhen, bei schweren Symptomen Rettungsdienst 112 alarmieren 

Bei Waldbrandgefahr:

  • Offenes Feuer und Grillen im oder am Wald strikt unterlassen!
  • Keine Zigarettenreste, Glasflaschen oder anderen entzündlichen Materialien in der Natur zurücklassen!
  • Fahrzeuge und Motorräder nicht auf trockenem Gras oder leicht entzündbarem Untergrund abstellen (heiße Katalysatoren können Gras entzünden)!
  • Bei Rauchentwicklung oder Feuer sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren!
  • Zufahrten zu Wäldern und Einsatzflächen freihalten! 
  • Belastete Personengruppen bei Hitze schützen: insbesondere ältere Menschen, Kinder und Einsatzkräfte im Außendienst
  • Das Rauchverbot im Wald ab Anfang März unbedingt einhalten!

Bei Unwetter- und Gewitterwarnung:

  • Bei Gewittern im Freien sofort Schutz in Gebäuden suchen!
  • Nicht unter einzelnen Bäumen stehen bleiben (Blitzgefahr)! 
  • Fahrzeuge bei Starkregen nicht in tiefliegenden Bereichen oder unter Bäumen parken! 
  • Überflutungsstraßen nicht befahren (Wassertiefe unbekannt)!
  • Einsatzkräfte: bei Gewittern und Sturm besonders auf Selbstschutz achten! 
  • Unterkünfte und Notfallpläne für Überflutungen vorbereiten 

Besondere Aufmerksamkeit

Besonders hoch ist die Gefahr in:

  • lichten Kiefern- und Fichtenwäldern (Waldbrand) 
  • sonnigen Südhängen (Waldbrand) 
  • stark frequentierten Ausflugsgebieten am See und im Wald (Waldbrand)
  • tiefliegenden Bereichen und nahen Gewässern (Überflutung bei Starkregen) 
  • Freiflächen ohne Windschutz (Sturmwind bei Gewitter) 

Aussichten:

Für Mittwoch, 01.07.2026, ist nach der vorliegenden Wochenentwicklung mit einer Wetterberuhigungstendenz zu rechnen, allerdings bleibt die Lage wechselhaft.

drucken nach oben