200 Jahre Leoni
Im Sommer 1825 eröffneten Joseph Leoni, pensionierter Sänger der Münchner Hofmusik, und seine Frau Rosina in Assenbuch am Ostufer des Starnberger Sees eine Gastwirtschaft. Der aus Sizilien stammende Sänger und Gastwirt gab dem Ort seinen heutigen Namen – und Leoni wurde die Keimzelle der Villenbebauung und der touristischen Erschließung unseres Sees. Von Leoni aus entwickelte sich der Starnberger See zu dem, was er heute ist.
Zum 200-jährigen Jubiläum 2025 zeigte die Gemeinde Berg in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Berg und dem Haus Buchenried der Münchner Volkshochschule sowie mit Unterstützung der Franziska Günther Stiftung eine dokumentarische Ausstellung von Christian Lehmann in Haus Buchenried. Nun sind die 10 Poster der Ausstellung hier online zu sehen.
Wir laden Sie ein auf eine Zeitreise, die zu einigen historischen Stationen rund um die Person und den Ort Leoni führt. Entdecken Sie den längst vergessenen Leoniweiher mit dem Leonigarten in München, wo der junge Hofkapellsänger mit seiner ersten Frau, einer erfolgreichen Tänzerin, wohnte. Betrachten Sie ein bekanntes Gemälde, das 1813 am Ostufer des Starnberger Sees eine italienisch anmutende Villa zeigt: Ist sie wirklich das Gasthaus Leoni? Besuchen Sie die 1825 eröffnete Seegastwirtschaft, vom Besitzer selbstbewusst „Leonihausen“ genannt, mit ihrer „heiteren Gesellschaft“ der Schauspieler, Sängerinnen, Schriftsteller und Maler, die Leoni zum „Hot Spot“ der Münchner Kulturszene machten. Treffen Sie Leonis ersten Nachbarn, den königlichen Baurat Himbsel, der dem Starnberger See später die öffentliche Dampfschifffahrt und die Eisenbahn brachte. Und vielleicht erinnern Sie sich noch an das alte Seehotel, das an der Stelle des Gasthauses Leoni entstand, bis in die 1970er Jahre das Ortsbild prägte und zusammen mit der Drahtseilbahn zur Rottmannshöhe ein oft gedrucktes Postkartenmotiv war.
Autor und Kurator: Dr. Christian Lehmann
Design: Yearning Communications